Knolles Elektronik Forum
Elektronik => Allgemeine Elektronik => Thema gestartet von: Daniel22 am April 27, 2007, 03:10:27 Nachmittag
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Hallo
Ich gehe auf einer Höheren technischen Schule, und da hat uns ein Elektotechnik Lehrer einmal erzählt, dass er sich überlegt hat, warum es kein Scheinleistungsmessgerät gibt. Daraufhin hat er selber überlegt, wie er eins bauen könnte, und ist dann zu einer Lösung gekommen, und jetzt sagte er zu uns: "Wenn wir es schaffen, dann bekommt man ne 1." Er meinte, es geht mit nur 2 zusätzlichen Bauteilen (plus das "normale" Wattmeter), eins davon sollte ein Kondensator sein.
Wie könnte ich das machen ?
Danke schon mal im Voraus für Antworten und hoffe auf Ideen und Vorschläge
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HI,
vielleicht könnte das so gehen:
Wenn Du das Zeigerdiagramm einer Reihenschaltung aus R und L betrachtest, dann fällt am R die inverse Scheinleistung der L ab.
Wenn Du nun also über einen Kondensator diese Spannung des niederohmigen Widerstandes auskoppelst und einem Wattmeter zuführst (Voltmeter, das umgeeicht werden muß), dann sollte die Scheinleistung der L angezeigt werden.
CU
Stef
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*achtung noob frage*
was ist die scheinleistung?
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die scheinleistung ist das was der gesamte schaltsatz an energie verbraucht
heist wenn du einen verstärker hast der 80 watt rms ausgiebt dann verbraucht der aber nich 80 watt an energei sondenr weit aus mehr
du kannst sagen dass die verstärker in etwa einen wirkungsgrad von ca 5-10% haben also wenn wir die 10 prozent nehmen dann verbraucht er um 80 watt an die lautsprecher abgeben zu können
insgesamt 800watt wovon aber hier 720 watt an die luft in form von wärme abgegeben werden (berichtigt mich wenn ich das gerade vollkommen falsch erklärt habe)
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Hi,
Scheinleistung hat mit Wirkungsgrad nichts zu tun!!
eine Scheinleistung ist - wie im vorgehenden Bericht schon richtig angegeben - die gesamte Energiezufuhr.
Allerdings hat sie einen Phasenversatz zwischen Strom und Spannung, was zu einer sogenannten Blind-Leistung führt. In wirklichkeit wird aber eine Leistung mit jeder Periode in das Netz abgegeben und wieder aufgenommen. Der aufgenommene Anteil wird im Zähler registriert, der abgegebene nicht. Dies führt zu höheren Energiekosten als tatsächlich gebraucht werden.
Ein großer Verbraucher, der so arbeitet muß kompensiert werden. Wenn der Verbraucher ein Motor, eine Spule oder sonstiger Induktive Last ist, dann muß nach dem Zähler oder an der jeweiligen Maschine ein Kompensationskondensator angeschalten werden, der das öffentliche Energieversorgungsnetz von der oszillierenden Energie entlastet und direkt am Gerät dieses oszillieren umsetzt.
Der Zähler zählt dann nur noch die real zufließende geringere Energie.
Große Leuchtstofflampenfelder haben auch solche Kondensatoren eingebaut.
CU
Stef
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ok danke für die richtig stellung:) und
sorry wegen der fälschlich abgegeben erklärung :rolleyes:
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und die nähste dumme frage... phasenversatz? :?
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und die nähste dumme frage... phasenversatz? :?
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HI,
Phasenversatz zwischen Strom und Spannung habe ich mir damals so gemerkt:
Beim Kondensator
eilt der Strom vor
Bei Spulen und Induktivitäten
- sie sich verspäten.
Soll heissen, das an eine Reihenschaltung von Kondensator und Widerstand (Widerstand gibt einen gleichzeitigen Wert von Strom und Spannung wieder) am Widerstand zuerst die Spannung steigt und erst danach am Kondensator.
Bei einer Reihenschaltung von Spule und Widerstand steigt die Spannung zuerst an der Spule und danach am Widerstand, da der Strom erst verzögert fließt.
Dies gilt für Wechselstrom und für Gleichstrom.
Bei Gleichstrom kann es mit entsprechend großén Induktivitäten und Kapazitäten sogar 'beobachet' werden.
Bei Wechselstrom braucht es dazu eines Oszillografen.
CU
Stef