Knolles Elektronik Forum
Elektronik => Allgemeine Elektronik => Thema gestartet von: Armodon am Januar 14, 2007, 07:46:56 Nachmittag
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Das ging ja jetzt groß durch die presse und die nachrichten und auch im Internet ließt man immer wieder von angeblich gefundenen Münzen mit Peilsender.
Ich möchte gern mal den Elektronischen aspekt klären, weil ich ja davon wenig ahnung hab :D
Also so eine Münze bietet ja schonmal recht wenig platz. Mithilfe modernster Technik, die dem Verteidigungministerium ja wohl zur Verfügung steh ließe sich eine einfach senderschaltung ja zimelich miniaturisieren.
Sogar Knolles UKW-Sender 1 Ist ja nur wenig größer als eine Münze.
Aber dann haben wir noch 2 Probleme:
1. Fehlt da noch die batterie, und ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Batterie die so klein ist, dass die neben dieser schaltung noch in eine münze passt (zumal ja eine gewisse wanddicke wegen stabilität gerechnet werden muss) sehr lang hält. also länger als meinetwegen 6-8 stunden. Und das macht es ja ziemlich uneffektiv!
2. Sendet dieser tolle sender ein Einfaches Signal was sich auffangen lässt und theoretisch wie im film mit einem zu- oder abnehmenden piepsen darstellen lässt^^
In einer Stadt hilft das wenig zur Ortung einer person. Aber eine GPS-Sendestufe, die dafür ideal wäre lässt sich vermutlich nicht in einem runden hohlraum von nem Durchmesser mit 20mm und einer hohe von 1mm unterbringen.
Ist also die ganze story eine aufpumpung und medienverwirrung durch irgendwen? Oder ist sowas tatsächlich möglich?
Und nur interessehalber: Wenn ich jetzt so einen Münzsender in einer meiner Münzen vermute (angenommen ich gehörte zur zielgruppe :D Also paranoia hab ich noch nicht!!!), könnte ich diesen einfach mit meinem hochstrom-netzteil grillen? Also auf jede seite eine Krokoklemmme und schööön 3-4A durchjagen?
So wenn ich irgendwo falsch lag, was ich vermute, bitte richtigstellen, bin neugierig! Und rückt mal raus, was ihr dazu wisst^^
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Hi,
nimm doch einfach eine CR2008-Lithium Batterie. Auf dem Deckel ist der Masseanschluß und am Rand davon gibt es +3V in ausreichender Menge, um einen Sender über mehrere Wochen mit geringer Leistung zu betreiben.
Der Deckel dient als Substrat, auf dem direkt ein Chip gelötet wird. Der braucht sowieso unten einen Masseanschluß.
Die Bonddrähte gehen dann an die weiteren Bauteile, die aufeiner superdünnen ALO2-Platine aufgedruckt sind (Kohle und Silber) von dort geht es an den Rand der Baterie. Sogar die Antenne läßt sich auf der AlO2-Platine unterbringen.
Das ganze vergießen und fertig ist der 2EUR-Ortungssender / Minispion.
Es gibt auch noch eine 2. Möglichkeit der Energieversorgung, die ich aber hier nicht näher beschreiben möchte. Nur soviel: RFID+Ccap.
CU
Stef
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Das, das gehen würde glaub ich auch ich hab jetz mal vor kurzen eine multilayer Keramik Platine gesehen wie sie in nen ESP eingebaut wird. wenn man aus so ein zeugs n fertigen sendechip bauen würde wo die bat. glei mit vergossen wird würde das schon sehr klein werden. Stabil auch. Dass so eine batt auch eine gewisse Lebensdauer hat sieht man ja an den Techem Heizungs ablesse dinger die auch senden können. Allerdings um effektiv zu werden muss so ein teil ne lange Antenne haben und das stellt ein Problem dar (und ausn metalgehäuse senden geht auch nich) welches aber sicher nicht unlösbar ist.
Neulich hab ich mal einem Vertreter von ner leiterplatten-bestückungs-fabrik gefragt wie klein die die leiterbahnen designen könnten um sie dann noch produziernen zu können,,, Antwort: Zu produzieren geht alles aber das kostet halt mehr um so kleiner das wird.
Zum grillen würde ich übrigens n schweissgerät nehmen und auf ca.200-300A stellen das müsste reichen das das blech nur noch so tropfen
Ich hab jedoch noch nie einen bericht gehört oder gelesen wo es um solche sender ging klärt mich bitte auf wass soll den sone münze senden solln die mich doch abhören oder verfolgen meine münzspur hört sowieso immer bei Aral oder Aldi auf :D
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Nun abgesehn davon das ich auch noch nichts davon gehört habe klingt es recht machbar. Man könnte ja das Gehäuse als Antenne nehmen bzw gibt es bestimmt möglichkeiten die Antenne in den Deckel/Boden zu integrieren.
Wie geht der schöne Spruch nochmal? -> "Nichts ist unmöglich....", Nana keine Schleichwerbung hier ;).
Mein Geld können sie nur bis zur Sparkasse bzw. Shell verfolgen *g*.
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Hi,
der Deckel auf der Batterie muß ja nicht aus Metall sein!
es gibt mittlerweile Kunststoffe oder auch Glas, das sich vom Aussehen her wie Metall verhält und für HF absolut durchlässig ist.
Btw. hat jemand von euch Sakrileg gelesen? (Davinci-Code von Dan Brown)
Da ist mit dem Author auch die Phantasie durchgegangen oder er hat erstklassige Informaten bei beim NSA.
Jedenfalls kommen da auch 'weitreichende Sender in Hosenknopfgröße' zum Einsatz, wenn es gilt, den Großmeister abzuhören.
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Zwecks Batterie fällt mir ein da gibt’s doch noch den Seebeck-Effekt, das könnte man vielleicht für solche sachen verwenden (wen es um irgendwelche Statistiken geht; evt.) ansonsten wäre es mal durchzurechnen ob man mit diesen effekt ne leucht idode betreiben könnte und demzufolge ne Taschenlampe. :confused:
Schließlich gab es schon U-Boote die sich diesen effekt zu nutze gemacht haben.
Also Radio geht bei höheren temperaturunterschieden
Spencer
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ich hab n radio gebaut das läuft mit der Spannung der luft,
eine leitung erdung, antenne hoch , kristall ohrstöpsel rein und radio gehört ,OHNE eine Batterie :D
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Hast mal n paar bilder bzw n VIdeo? Hast du noch ne Anleitung dafür??*g*
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klar für die nichtgläubigen unter uns, mom ich schau kurz...
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das ganze heißt Detektorradio
ich hab meins aus meiner anfangszeit von "KOSMOS Detektor-Radio Start"
hier: h t t p://w w w.b-kainka.de/bastel23.htm
ist das ganze ganz gut erklärt (habs nicht durchgelesen , aber sieht gut aus ^^)
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HI zusammen,
der gute alte Detektor-Empfänger!
Besteht aus einer Spule mit parallel geschaltener Kapazität als Schwingkreis. Die Abstimmung erfolgt über die Spule (zusammendrücken, Kern rein-raus) oder für die besonders aufwändige Variante mit einem Drehkondensator 400pF.
Eine hübsche Langdrahtantenne an eine Seite des Schwingkreises dran und an die andere Seite eine 'gute' Erdung.
Im idealfall hat die Spule eine Anzapfung, aus der mit einer Germanium-Diode oder einem Bleisulfit-Kristall und einem Kristall-Köpfhörer gegen Erde ein Audio-Signal abgeleitet weden kann.
Reichweite und Trennschärfe sind sehr begrenzt und lassen oft nur einen lokalen Sender empfangen.
Im Berlin der Gründerjahre des Rundfunks wurden manchmal auch Schrebergärten unter dem Funkturm mit 'abgestimmten' Antennen-Lichterketten beleuchtet.
CU
Stef