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Elektronik => Projekte dieser Seite => 58 70Watt Audio-Verstärker => Thema gestartet von: optimum am August 08, 2011, 02:36:17 Nachmittag
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Hallo alle miteinander,
Ich hab nur eine Kurze Frage zu den Kondensatoren C8 und C9,
sind diese als Glättuns-elkos gedacht oder haben diese die Funktion die Spannung zu filtern wie auch schon auf der HP erwähnt? wenn sie als Glättuns elkos gedacht sind dann muss ich doch die Daten sprich müF und voltzahl der elkos an meine eingansspannung anpassen, oder liege ich hier falsch :confused:
Danke und Gruß Lukas
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hallo
C8 und C9 sind zur glättung der eingangsspannung da.
die spannungsfestigkeit hängt von der ausgangsspannung des trafos ab.
im anderem forum stand glaub ich mal dass 50V ok aber 65V besser wären.
die kapazität kann beliebig hoch gewählt werden
ich hab bei meinem verstärker 4700µF drin.
zum filtern sind C1 und C2 da
MfG Alex
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Hallo Alex,
Danke für deine Antwort hat mir sehr geholfen :D
Was benutzt du so einen Trafo, mit wie viel Volt und Ampere betreibst du deinen Verstärker?
Die Faustformel für Glättungs-elkos besagt doch 1000müF pro 1A richtig?
Gruß Lukas
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also ich verwende einen 120VA 2*27V ringkerntrafo
nach dem glätten liegen ca 30V an
laut meinem rechenprogramm sollten zwar 36V anliegen aber egal
wie viel ampere der verstärker genau zieht weil ich nicht
aber ich hatte mal die verstrkerplatine von einer aktivbox die eine ähnliche schaltung verwendet und da waren für + und - je 3,15A glaub ich
ja 1000µF pro ampere
aber mehr geht auch
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Hallo Alex,
Danke für deine Antwort hat mir sehr geholfen :D
Was benutzt du so einen Trafo, mit wie viel Volt und Ampere betreibst du deinen Verstärker?
Die Faustformel für Glättungs-elkos besagt doch 1000müF pro 1A richtig?
Nein. Bei 1000uF/A bricht die Spannung zwischen den
Halbwellen um 10V ein. Das ist bei niedrigen Betriebs-
Spannungen meist zuviel.
Gruss
Harald
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hi
könntest du vielleicht mal die genaue formel zum berechnen schreiben?
MfG Alex
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Hallo Harald,
So eine Formel würde mich auch mal brennend interessieren!
Gruß Lukas
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also ich hab mich jetzt selbst mal schlau gemacht und würde gern wissen ob ich das richtig vestanden hab.
die wechselspannung vom trafo hat ja 50Hz also eine periodendauer von 20ms
durch die gleichrichtung ist die periodendauer dann nur noch 10ms.
die formel:
C= I*(Δt/ΔU)
C ist die kapazität des Elkos
I der entnommene Strom
Δt= 10ms (periodendauer)
ΔU ist die einbrechende spannung
hier mal der orginaltext aus wikipedia:
Bei einem Brückengleichrichter (auch B2U-Gleichrichter) wird der Glättungskondensator immer nach einer halben Netz-Periodendauer, also bei 50 Hz alle 10 ms, aufgeladen. Soll die Spannung während dieser Zeit Δt nur um ΔU absinken, dann berechnet sich die Kapazität nach der Formel:
ich rechne jetzt gleich mal die werte für deine elkos aus:
C=5*(0,01/1)
C=50mF
riesig :D
nehmen wir mal 5V
C=5*(0,01/5)
C=10mF=10.000µF
das geht noch
aber vielleicht sollte man vorher erst noch ausrechnen wie viel strom der verstärker verbraucht
die 5A waren nur eine großzügige schätzung
MfG Alex
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Hallo,
Was wäre wenn man die elkos überdimensioniert?
könnte auf der schaltung irgendetwas Zerstört werden?
wenn ich jetzt einfach zwei von den hier nehmen würde: h t t p://cgi.ebay.de/Netzteil-Elko-Snap-In-Kondensator-10000uF-63V-105-C-/310303393103?pt=Audio_Zubeh%C3%B6r&hash=item483f86054f
oder könnt ihr mir welche empfehlen?
Gruß Lukas
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nö der schaltung macht das nix aus aber dem trafo siehe unten
je größer die kapazität desto kleiner ist die restwelligkeit der spannung
ich stell die formel mal um:
C= I*(Δt/ΔU) |*ΔU
C*ΔU=I*Δt |/C
ΔU=(I*Δt)/C
nun mit zahlen beispiel
C=100mF
I=5A
Δt=10ms
ΔU=(5*0.01)/0.1
ΔU=0,5V restwelligkeit
Perfekt :cool:
also je größer desto besser
!!!ABER!!!
je größer der elko desto größer sind die stromsspitzen beim aufladen.
dh. der trafo+Gleichrichter muss für kurze momente extreme stöme von sich geben
auf dem bild unten:
h t t p://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/0/08/Gleichrichter.png
hier noch eine beschreibung:
Eine derartig kleine Spannungsschwankung bedingt einen kleinen Stromflusswinkel und hohe Stromimpulse, auf die ein vorgeschalteter Transformator vielfach nicht ausgelegt ist. Dann wird erst einmal mit einem kleineren Kondensator vorgeglättet. Je nach Anforderung an die Qualität der Gleichspannung wird mit einem zweiten Glättungskondensator in einem RC-Glied als Tiefpass weiter gefiltert; oder die Glättung wird mit einem heute eher üblichen elektronischen Spannungsregler verfeinert.
aber spannungsregler sind in dem fall ehr nicht nötig
MfG Alex
Ps:
für den hinweis auf denkfehler wär ich dankbar
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Danke Jetzt ist alles Klar :D
Stelle den Verstärker wenn er fertig ist noch ins Forum ;)
Gruß Lukas
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Hallo Harald,
So eine Formel würde mich auch mal brennend interessieren!
Gruß Lukas
Im Prinzip ist die Frage ja schon beantwortet, aber
die "Formel" ergibt sich aus der Maßeinheit für die
Kapazität As/V. Das kann man dann bei Kenntnis der
Periodendauer entsprechend umrechnen.
Gruss
Harald