Autor Thema: Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht  (Gelesen 7283 mal)

Offline Dipa

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« am: April 26, 2009, 02:14:21 Nachmittag »
Hallo liebe Bastelgemeinde,dieses ist mein erstes Forum, wo ich etwas reinschreibe. Die letzten Einträge sind ja schon etwas älter, und ich weiss auch nicht,ob dieses, wann wer und wie zu lesen bekommt.
Zum Thema: Ich habe diese Schaltung nachgebaut und sie funktioniert.Sie funktioniert etwas zu gut und zu schnell. Das Relai soll später eine 12V Camping-Wasserpumpe schalten, wenn jemand seine Händen unter den Wasserhahn steckt. Da man die Hände bewegt, wird es vorkommen, daß man den Strahl ab und zu kurz unterbricht. Eine Ausschaltverzögerung von ein paar Sekunden zur überbrückung wären da nicht schlecht. Habe schon an R8 und C5 gebastelt, um an der Basis von T2 die Ausschalt- bzw. Einschalspannung zu puffern.Leider ohne Erfolg. So wollte ich dann hier mal nach Ideen fragen, wie ich das hinbekommen könnte.

Offline Maddin

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #1 am: April 27, 2009, 07:05:31 Vormittag »
hallo

man könnte die zeitverlängerung mit einem ne555 hinkriegen den richtig beschhalten und an die stelle des relai einsetzen und am ende der ne555 schaltung  das relais wieder einsetzen.

cucu
martin

Offline Dipa

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #2 am: April 27, 2009, 11:12:17 Vormittag »
Danke auch. So kleine Schaltungen mit noch einem NE555 habe ich auch schon gesehen. Nur ist leider das Gehäuse schon fertig, und es ist alles sehr eng. Evtl. in SMD Größe. Ich werde mal ein Elko mit Wiederstand parallel zum Relaianschluss probieren, was man da an Sekunden rausholen kann. Das Relai muss dann wohl so oder so aus dem Gehäuse weichen.

Offline Knolle_P [Webmaster]

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #3 am: April 28, 2009, 09:33:33 Vormittag »
Also das erste was mir dazu einfällt ist tatsächlich C5 wesentlich zu vergrössern!
Das funktioniert aber nur schlecht.
Um das einfach aber einigermassen vernünftig hinzubekommen musst du warscheinlich schon mit ne555 oder mindestens
1x Transistor 1x Widerstand 1x Kondensator arbeiten.
Da wir einen zusätzlichen Transistor verwenden würde ein kleiner Kondensator 1-10µF ausreichen.
Der Vorteil ist auch das man das Relais invertiert schalten lassen kann.
Jetzt zieht das Relais ja immer an bis jemand den Strahl unterbricht. Dann wäre es genau umgekehrt und man würde Relais Strom sparen :o)


Das Relais müsste dann aus dem Schaltplan verschwinden und würde durch einen 10K Widerstand ersetzt.
Dann den neuen Transistor mit der Basis über eine Diode "unter" dem 10K anklemmen.
Emitter des neuen Transistors an Masse und an den Colektor kommt dann das Relais mit Freilauf-Diode.

Nun bekommt T2 immer Basisstrom über die Diode wenn der T1 sperrt und das Relais zieht an.
Nun noch einen kleinen Kondensator von der Basis nach Masse und schon puffert das die Zeit.
Die diode sorgt dafür das der Kondensator wenn er erst mal geladen ist sich nicht wieder entlädt, auch wenn keine Lichtschein-Unterbrechung mehr da ist.
Sprich wenn das Relais erst mal anzieht, bleibt es mindestens so lange an wie mit dem Kondensator eingestellt.
Kann eine Skizze machen falls gewünscht!
Muss dann nur wissen ob invertiert oder nicht!

Gruss,
KnolleP

Offline Dipa

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #4 am: April 28, 2009, 03:36:24 Nachmittag »
Danke für die ausführliche Beschreibung.Die Bauteile müssten sich in meinem Bastelvorrat finden lassen. Ich werde mich mal dran setzen wenn ich in dieser Woche etwas mehr Zeit habe, also bitte etwas Geduld mit mir. Das das Relai bei dieser Schaltung immer angezogen bleibt wenn sich in der Lichtschranke nichts tut, gefiel mir wirklich nicht. Werde also ein PNP Transistor statt Ralai einsetzen.Die Einladung für eine Skizze der zusätzlichen paar Bauteile nehme ich gerne an, um evtl. Laienfehler vorzubeugen.

Offline Knolle_P [Webmaster]

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #5 am: Mai 01, 2009, 12:05:10 Nachmittag »
Hier mal meine Skizze.
Die ganze Sache ist nun invertiert um den Relais-Strom zu sparen.
Die 5 Bauteile kannst du bei der alten Schaltung zwischen R7 und T2 hängen.
Sobald T2 nicht mehr leitet lädt sich über R9 R10 und die Diode der C6 auf und der T3 lässt das Relais anziehen.
Leitet nun kurzzeitig T2 wieder dann speist der gelandene C6 über R10 den T3 der das Relais angezogen hält.

Das aufladen von C6 dauert allerdings auch ein wenig (wegen R9). Das heisst die Schaltung wird etwas verzögert anspringen.
Wird R9 verkleinert wird diese Verzögerung kleiner aber auch der Ruhestrom durch T2 grösser.
Du kannst den R9 also z.B auch auf 1K verkleinern damit die Einschalt-Verzögerung kleiner bleibt und eventuell R10 dann weiter vergrössern damit die ausschaltverzögerung verlängert wird.
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R9 sorgt für eine einschaltverzögerung
R10 für die ausschaltverzögerung
Je grösser C6 desto grösser natürlich auch beide Verzögerungen.
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R9 nicht viel kleiner als 500R machen, weil dann zuviel Ruhestrom verschwendet wird. und die Summe aus R9 und R10 nicht viel grösser als 10K machen, da sonst der Relais-Strom nicht mehr erreicht wird.

Bei R9=1K fliessen ca 12 Milliampere Ruhestrom.
Den Schaltungsteil eventuell austesten wegen der Zeiten.

Als C6 besser einen 10µF verwenden, hab ich etwas zu klein eingezeichnet.
Ich  würde das ja austesten aber ich muss jetzt erst mal weg :o)
Gruss,
meld dich ob du was gemacht hast.
« Letzte Änderung: Mai 01, 2009, 12:07:54 Nachmittag von Knolle_P [Webmaster] »

Offline Dipa

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #6 am: Mai 01, 2009, 03:37:54 Nachmittag »
Wow,das nenn ich mal Hilfe.
Danke für diese Ergänzung per Text und auch als Skizze.
Hatte schon zwei bis drei Stunden wieder dran gesessen, aber nicht mit dem gewünschten Erfolg. Werde die Schaltung über´s WoEnde abändern, und danach wieder hier Berichten.
MfG

Offline Knolle_P [Webmaster]

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #7 am: Mai 01, 2009, 06:32:07 Nachmittag »
man kann den rechten Schaltungsteil auch separat testen indem man den T2 einfach durch einen Taster ersetzt nach Masse..
so kann man die Schaltzeiten besser probieren als im der ganzen Schaltung selbst!

Offline Dipa

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Eine Aus-Einschaltverzögerung wäre nicht schlecht
« Antwort #8 am: Mai 01, 2009, 06:32:51 Nachmittag »
OK ! Habe fertig !
Ich habe durch rumexperimentieren folgende Werte für Mich optimiert. R9 = 1,8k , R10 = 10k und C6 ist 22 uF groß. Herraus kommt dann eine etwa 1/2 Sek. Ein- und 4 Sekunden Ausschaltverzögerung. Die ganze Schaltung war ein identischer Bausatz. Für´s Geld und die Zeit, lohnt sich ja das selber Ätzen nicht. Die erweiterten Bauteile habe ich auf Lochraster gesetzt, und dann mit Heißkleber am Relai geklebt. So passt es dann doch noch mit in´s Gehäuse. Nochmals vielen Dank für die Hilfe. Bin beim nächsten mal gern wieder bei KNOLLES.